Geschichte der Hartmannshofer Kirwa:

1987 ham die Kirwapaare mit Reinhold Gihl und Walross (damaliger Schlauchbootwirt) die Kirwa ins Leben gerufen. Das Zelt und da Baum wurde damals bei der Firma Sebald Zement am Parkplatz aufgestellt.

Im Jahr 1990 gründete sich die ARGE Kirchweih unter der Leitung von Horst Volkert sen. um die Kirwa zu organisieren. Die Arbeitsgemeinschaft bestand aus den Kirwapaaren und den Vorständen des Sportvereins und der Schützengesellschaft. Der Kirwabaum und das Festzelt wurden ab 1990 dann auch am jetzigen Standort, gegenüber vom Bahnhof aufgestellt.

 

Die Kirwa heute:

Die Hartmannshöfer Kirwa findet immer zwei Wochen nach Pfingsten statt und dauert von Freitag bis Montag. Die Organisation liegt bei der ARGE, die momentan aus folgenden Vereinen besteht: Sportverein, Schützengesellschaft, Männergesangsverein, Theatergruppe, Feuerwehr. Diese kümmern sich um die Bewirtung im Zelt und um die Organisation von Musik, Zelt, Bier, usw. Mittlerweile arbeiten jedoch fast alle Hartmannshofer Vereine an der Kirwa zusammen.

Für uns Kirwapaare beginnt die Kirwa scho a paar Tage früher:

In Hunas werden am Montag die Schwalm gebunden, anschließend beginnt die Kirwawoche mit gemütlichem Beisammensein und Grillen.

Am Dienstagnachmittag holen die Kirwaboum is Streih. Abends wern mit die Kirwamoidl  die 3 Kränze und die Girlanden für´n Baum gebunden. Hierbei wern wir scho jahrelang von den Familien Schötz und Höfler unterstützt.

Ab Mittwoch in der Früh wird, in Zusammenarbeit mit der ARGE und vielen freiwilligen Helfern, es Festzelt aufgebaut. In den letzten Jahren wurde das Zelt aus zeitlichen Gründen auch schon ab und an am Samstag vorher aufgebaut. Des zieht sich meist bis zum frühen Abend hin und dann geht´s auch scho mit´m Kirwaausgrab´m weiter. Früher oder später (je nachdem wie schnell wir die Kirwa wieder finden) ziehen die Kirwapaare zum Schlauchboot um dort den Abend ausklingen zu lassen.

Es Zelt wird dann am Donnerstag eingerichtet und geschmückt.  Abends gibt´s die traditionelle Voglsupp´n, die wir Kirwapaare mit unserm Chefkoch Matthias Bock seit vier Jahren selber organisieren. Vorher gab´s die aber auch scho und zwar im Schlauchboot. Mittlerweile is die traditionelle Vuglsuppn weit bekannt und findet im neu errichteten Feuerwehrhaus am Ortsausgang statt.

Freitags wird is Zelt weiter eingerichtet und a Teil der Kirwaboum is im Wald unterwegs um die Birken für´s Austanzen zu holen. Nach getaner Arbeit gings zum Schwatlessen nach Waizenfeld. Nachdem dort leider geschlossen wurde geht's mitterweile nach Heldmannsberg. Mit´m Einzug der Kirwapaare und im Anzapf´n fällt am Freitagabend dann auch der offizielle Startschuss für unser Kirwa.

Am Samstag früh geht´s dann los zum Baumholen. Der (oder manchmal auch mehrere) wird jeweils von verschiedenen Dorfbewohnern gesponsert. Anschließend wird da Baum zum Kirwaplatz gebracht und hergerichtet. Während sich die Kirwaboum unter der Leitung von Mario Zeug um die Schnitzereien und Verziehrungen kümmern, schmücken die Kirwamoidla die Spitz und die Kränz mit bunten Papierstreifen. Gegen 15:00 Uhr beginnt dann es Baumaufstellen, unter der Leitung von Harald Ringer. Letztendlich wird der Baum noch bis in die frühen Morgenstunden bewacht.

Der Sonntag beginnt dann mit der Kirche. Die Kirwaboum die danach no fit sind richten den Platz fürs Austanzen gar her. Nach einem, von der Musik begleitetem Umzug,  vom Schlauchboot (Dorfmitte) zum Kirwabaum, beginnt gegen 18:30 Uhr es Austanzen. Durchs Klingeln vom Wecker, der am Baum hängt, wird dann is Oberkirwapaar bestimmt. Anschließend holen es Oberkirwamoidl und da Oberkirwabou die Geschenke vom Baum und dann wird im Zelt weitergefeiert.

Zum Frühschoppen am Montag laden die beiden Wirtschaften „Zum Griechen“ und es „Schlauchboot“. Anschließend starten wir Kirwapaare zum Oiersinga durchs Dorf. Am Abend haben früher dann auch die verheirateten Kirwapaare den Baum ausgetanzt. Dies kommt leider seit einigen Jahren nicht mehr zustande. Der letzte offizielle Teil der Kirwa is dann die große Abschlussverlosung im Zelt. An der werden die Preise für die, an allen Tagen verkauften, Lose gezogen. Hauptpreis is natürlich jedes Jahr da Kirwabaum.

Normalerweise wird dienstags dann es Zelt abgebaut, aber teilweise finden auch noch Veranstaltungen vom Kulturkreis statt, wie z.B. Herbert & Schnipsi (2007) oder Die Bier Mösl Blos´n (2003).  Dann wird es Zelt erst am Mittwoch wieder abgebaut.

Ihren Schlusspunkt findet die Kirwa dann Mittwochabend mit dem Kirwaeingraben. Da wird unser Kirwa dann symbolisch mit nem Sarg zu Grabe getragen und alle G´schichten der Kirwa noch mal kurz erwähnt.

Wir möchten uns hier natürlich auch bei all unseren Helfern & der ARGE recht herzlich für die super Unterstützung bedanken!

Die Kirwapaare